In einem früheren Beitrag wurde die Funktionsweise des Dekadenzähler CD4017 schon besprochen, jedoch wurde der Output -d.h. die leuchtende LED- immer mit einem manuellen Knopfdruck weitergeschaltet. Hier wollen wir jedoch mit Hilfe des CD4069 als Taktgeber einige Lauflichter erschaffen. Oft werden diese Art von Lauflichtern auch als "LED-Eiszapfen", "Meteor-Lights/Meteorschauer", "Rain-Drop/LED-Regentropfen" "Icicle Lights", "Knight Rider", "LED Chaser" bezeichnet und auch als Bausätze oder Dekorationsbeleuchtung verkauft.
Zunächst benötigt man wieder einen CD4069 als Taktgeber, der hier zusätzlich zur Kontroll-LED am Ausgang eine Verbindung zum Pin14 (Clock-Eingang) des CD4017 besitzt.
Analog zum Experiment des Dekadenzähler CD4017 dient im zweiten Teil des Aufbaus kein Taster als Taktgeber sondern der obige CD4069. Je nachdem, wie hoch der Widerstand von R6 im ersten Schaltplan ist (hier: 10kΩ), ist die Taktfrequenz höher oder niedriger, wobei gilt: Je höher R6, desto niedriger die Takt-Frequenz.
Bei Aufbau des Prototypen empfehlen sich zwei Breadboards wie im folgenden Video gezeigt:
Man kann als Nachfolger der obigen Schaltung für das einfache Lauflicht (Abb. 1b) eine identische zweite Schaltung bauen, wobei der Eingabepuls dieser zweiten Schaltung direkt an Q9 (Pin11) angeschlossen wird. Dies hat zur Folge (siehe nachfolgendes Video), dass die Ausgänge nur dann weiterschalten, immer wenn der erste CD4017 den Ausgang Q9 schaltet. Es werden dann sozusagen die "Einer" mit dem ersten CD4017 gezählt und die "Zehner" mit dem zweiten CD4017. Dies lässt sich quasi beliebig oft mit weiteren nachfolgenden CD4017-Chips wiederholen.
Um die sog. Regentropfen bzw. Meteorschauer zu erzeugen, wird die Leuchtzeit der einzelnen LEDs mit einem Elektrolytkondensator ein wenig verlängert und damit ein weiches Ausschalten erzeugt. Allerdings ist hierfür der Einsatz von einem NPN-Transistor (hier: BC547) notwendig, um die notwendige Leistung zu erzeugen und den CD4017 nicht zu beschädigen.
Im folgenden Schaltplan wird nicht die gesamte Verschaltung gezeigt, sondern nur eine LED-Einheit. Diese wird durch die Einzel-LEDs der Schaltplans in Abb. 1b ersetzt; hier kann auf den einzelnen Vorwiderstand (R4) verzichtet werden, da ja nun jede LED einen eigenen Vorwiderstand besitzt.
Eine andere Abwandlung des Lauflichts ist die Änderung der Laufrichtung nach Erreichen der letzten LED. Somit entsteht ein Ping-Pong-Effekt.
In dem früheren Beitrag "Arduino-Lauflicht" wurde diese Art von Lauflicht schon mit dem Arduino als Mikrocontroller realisiert.
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